Eintauchen in den Wald
So wohltuend eingestimmt geht es nun von Unterheimbach aus in den grünen Dom hinein und ein Stück weit dem Bernbach entlang. In diesem Wald bis Neuhütten gab es im 16. Jahrhundert Glashütten und es rauchten Kohlenmeiler. Über 20 Glashütten im Naturparkgebiet sind bekannt. Der Name Neuhütten zum Beispiel weist darauf hin, dass dort eine Glashütte stand. Auch Aschhofenhütte (auf diesem Wanderweg) erinnert an diese Zeit der Köhler. Von 258 m in Unterheimbach bis 525 m am Aussichtsturm Steinknickle in Neuhütten steigt der Wanderweg an. Von dort oben kann man weit über Hohenlohe und den Naturpark schauen. Dann geht es nach Maienfels (Gemeinde Wüstenrot), ins ehemalige Burgstädtchen über dem Brettachtal. Die einst starke Burg wurde um 1300 erbaut und war „längere Zeit für den Adel der umliegenden Gegend Rückhalt in seinen Fehden mit den Reichsstädten, aber auch bei Raubzügen“, steht in der Chronik. 1441 wurde die Burg belagert, erstürmt und ziemlich zerstört. Heute gehören Burg und Grundbesitz der Familie von Gemmingen. Unterhalb der Schlossmauer die evangelische Kirche, als Burgkapelle erbaut. Auf einem alten Fußweg geht es hinab ins Dorf Brettach im Brettachtal. Der Ort ist der höchstgelegene (287 m) und südlichste der Gemeinde Bretzfeld. Aufwärts durch ruhige Wälder werden auf der Hochebene bei Gleichen die Reste des obergermanisch- raetischen Limes erreicht (Weltkulturerbe). Die einstige römische Reichsgrenze gilt als eines der faszinierendsten archäologischen Denkmale in Deutschland. Eine Besonderheit ist der sechseckige Wachturm bei Gleichen. Hinweisschilder zeigen den Weg dort hin. Faszinierend schön ist der Ausblick von Buchhorn aufs Brettachtal, die Burg Maienfels und den Weinort Geddelsbach. Wald und Weinberge prägen diesen Weg bis Unterheimbach, dem Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen Wanderung.